„Lieber acht Jahre mit dir als fünfzig ohne dich.“

Benedict Wells, der Autor, erzählt eine Geschichte aus dem Leben dreier Geschwister, fullsizeoutput_11ecwelche früh ihre Eltern bei einem Unfall verloren haben. Protagonist Jules, der Jüngste der drei, erzählt in Ich-Form, seine berührende Lebensgeschichte. Die fühlbare Einsamkeit inmitten von Freunden und Familie ist ein zentraler Bestandteil der sensiblen Story. Die interessanten Charakterentwicklungen der Geschwister lassen den Leser in den Mikrokosmos jedes einzelnen eintauchen und machen deren Lebensläufe glaubhaft und nachvollziehbar. Die verdrängte Vergangenheit holt die Drei immer wieder ein, bis sie sich ihr gemeinsam stellen. Es geht in diesem Roman um Schicksalsschläge, Träume und um eine wundervolle Liebesgeschichte.

Jules: „Alles geht so schnell vorbei, und man kann nichts davon festhalten. Man kann nur sein.“

Alva: „Lieber acht Jahre mit dir als fünfzig ohne dich.“

Zitat: „….oft lernt man nur im Schmerz, was wirklich zu einem gehört … Es sind die Brüche, in denen man sich erkennt.“

Fazit: Dieses Buch ist eine absolute Leseempfehlung. In den Charakteren liegt ein großer Wiedererkennungswert, man fühlt mit Jules und sieht die Welt mit seinen Augen. Man verliebt sich und verliert sich mit ihm. Doch am Ende findet man sich mit ihm wieder, steht dem Schicksal hoch erhobenen Hauptes gegenüber und nimmt das Leben in die Hand.

Wertung: 5 Sterne

Gelesen April 2016

Erschienen 2016 im Diogenes Verlag

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