„…als der ganze Zirkus vorbei war, hat sie seine Hand genommen und das Häufchen Elend, was von ihm übrig war, nach Hause gebracht.“ 

Ich habe versucht Hummelstich auf der Landkarte zu finden. Laut dem Regionalkrimi von Katharina Schendel müsste er irgendwo in Thüringen – im Herzen Deutschlands liegen. Leider habe ich weder Hummelstich noch die Protagonistin gefunden. Ich hätte beides gerne „erlebt“. Mordskäfer war mein erster Krimi von der Autorin Katharina Schendel und ich muss sagen, dass er mir außerordentlich gut gefallen hat. Warum? Kommissar: Fehlanzeige. Typische Leichen und Fundorte: Fehlanzeige. Professionelle Ermittlungsarbeit: Fehlanzeige. Dafür die außergewöhnliche Protagonistin Scarabea, die aufgrund ihrer toten Freundin – angeblich eines natürlichen Todes gestorben – von allein in diesem beschaulichen Dorf in der Nähe von Erfurt ermittelt und den Halbtagspolizisten Sven Grüneis, den sie unter ihre Fittiche nimmt. Diese lustige  Kriminalgeschichte um die tote Hetty und dem toten Wirtshauspaar ist skurril komisch, liebenswert und charmant zu lesen.

Lieblingssätze:

Scarabea: „Ach wissen Sie, ein bisschen Unruhe hat noch keinem geschadet.“

Scarabea: „Ein Buch ist nicht nur Träger einer Geschichte, es hat selbst eine.“

Zitat: „Liebe findet man nicht durch intensive Suche, sondern so wie eine Muschel am Strand. Im Grunde findet sie uns.“

Fazit: Gerade weil dieser Krimi so anders ist als die typischen Kriminalromane, hat er mich fasziniert und ich habe ihn innerhalb eines Tages durchgelesen. Ich freue mich schon darauf bald wieder einen Krimi der Autorin in den Händen zu halten.

Emons Verlag erschienen als Taschenbuch in 2014

Landkrimi

Wertung: 4/5 Sterne

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