„…die ganze Wahrheit kann niemals von einem Menschen allein ausgesprochen werden…“ 

Pablo Rouviot ist Psychologe einer renommierten Praxis mitten in Buenos Aires. Eines Tages bittet die Klientin eines Kollegen und Freundes ihn, den erfolgreichen Psychologen und Autor, um Hilfe. Er soll für ihren Bruder ein gerichtliches Gutachten schreiben, indem er bescheinigt, dass ihr Bruder beim Zeitpunkt am Mord des gemeinsamen Vaters unzurechnungsfähig war.

Rouviot begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit – denn von dieser wird er magisch angezogen – und deckt nach und nach die Einzelheiten der Mordnacht auf und gerät dabei selbst ins Visier dunkler Machenschaften, in welche der Ermordete Drahtzieher gewesen sein soll.

Lieblingssätze:

„Ich arbeite mit dem, was meine Patientin für die Wirklichkeit hält, ob es sich dabei auch um die wirkliche Wirklichkeit handelt, ist nicht entscheidend.“

„.. so schmerzhaft die Wahrheit auch sein mag, jeder Mensch hat das Recht, sie zu kennen.“

Zitat: „Jede Entscheidung, die wir treffen, hat ihre ganz eigenen Folgen.“

Fazit:

Dieser Kriminalroman ist sehr gut und flüssig geschrieben. Für mich persönlich war es sehr interessant hinter die Kulissen und Denkweisen von Psychologen und Psychiater blicken zu können. Die Hintergründe werden dem Leser verständlich nähergebracht und Fachbegriffe im Dialog erläutert. Die Geschichte finde ich ebenfalls sehr gut. Ab dem letzten Drittel ahnt man, wie die Mordnacht abgelaufen sein könnte und wer tatsächlich der Mörder war.

Leseempfehlung für den Leser, der gut gemachte Krimis mag und Interesse an der Psyche und deren Abgründe des Menschen hat.

Wertung: 4/5 Sterne

Gelesen: April 2017

Als Rezensionsexemplar erhalten vom btb Verlag Januar 2017 – vielen Dank dafür! Dies hatte keinerlei Auswirkungen auf meine Meinung.