>> Man musste sich nur einen Moment lang auf der Welt umschauen, um zu wissen, dass es diese Hölle gab…. << 

Im Weihnachtsurlaub in Frankreich will Simon mit seinen beiden Kindern, welche bei der Ex Frau wohnen, die Feiertage verbringen. Doch der Nachwuchs entscheidet sich spontan um und Simon scheint Weihnachten allein feiern zu müssen. Am verlassenen Strand trifft er auf die verwahrloste und verängstigte junge Französin Nathalie und ab dem Moment trifft er eine von vielen – für ihn verheerenden – Entscheidungen.

Seine Freundin in Hamburg will sich von ihm trennen, er wird in einen scheinbaren Mord verwickelt und Nathalies Vergangenheit und blinde Liebe zu ihrem Freund Jerôme – der verschwunden ist und sich verstecken muss – zieht Simon immer weiter in gefährliche Machenschaften, die quer durch Europa reichen und einen Skandal aufdecken.

Wer ist Jerôme?

Nathalie: „Jerôme. Und mein Leben wendete sich zum Guten.“

Éliane: „…. und Liebe ist ein großes Wort. Toleranz und Gleichgültigkeit können manchmal in einer engen Nachbarschaft zueinander leben und die Grenze ist unter Umständen sehr schwer zu erkennen.“

Berney: „Es war etwas Kaltes und Berechnendes in seinem Wesen, und das empfand ich als umso unangenehmer, als es ihm wegen seiner Scheißfreundlichkeit nie nachzuweisen war.“

Fazit:

Obwohl es ein recht üppiger Roman von 575 Seiten Umfang ist, habe ich ihn an einem Wochenende durchgelesen. Ich hatte schon lange keinen Roman mehr von Charlotte Link gelesen und fragte mich schon nach den ersten paar Seiten nach dem Warum?

Die Geschichte beginnt Anfang Dezember in drei Erzählsträngen, welche gegen Weihnachten ineinander verweben. Die Geschichte von Nathalie erzählt sie aus der Ich-Perspektive und wechselt dann mit Simon in die Gegenwart und in die dritte Erzählform.

Die Autorin taucht gut in die Geschichte ein und nimmt mich als Leser mit in den tristen und kalten Dezember in Frankreich. Ab Seite 33 war ich schnell im Geschehen und die Erzählstränge liefen gut und flüssig ineinander über. Obwohl man natürlich zügig eine Ahnung bekommt, wie der Plot aufgebaut zu sein scheint. Dies nimmt dem Ganzen ein wenig die Spannung. Doch für mich haben das Story und Charaktere gut aufgefangen.

 

Ich bedanke mich beim Verlag, dass sie mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Dies hat meine persönliche Meinung in keiner Weise beeinflusst.

  • Kriminalroman
  • Blanvalet Taschenbuch Verlag erschienen in 2016
  • Wertung: 3,5/5 Sterne
  • Gelesen: Mai 2017

 

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