Einsam, na und? * Maximilian Dorner

Von der Entdeckung eines Lebensgefühls

„Die schönste Schwester der Einsamkeit ist die Freiheit. Diese seltsame Mischung aus Ungebunden- und Verlorensein…“

24 Kapitel Einsamkeit. Aus verschiedensten Blickwinkeln betrachtet, gelingt es dem Autor dem Tabuthema Einsamkeit positive wie negative Eigenschaften abzuringen.

Es ist eine Mischung aus Sachbuch und persönlichen Eindrücken und Erlebnisse des Autors Maximilian Dorner. Er erzählt vom Unterschied Allein sein und Einsam sein. Ständige digitale Vernetzung und ihre Vereinsamung. Die verschiedenen Facetten und Phasen in Beruf und Privatleben sowie begleitende Gefühle und ihr Umgang damit.

Es ist ein Buch, welches den Leser das Gefühl gibt, verstanden zu werden aber auch andere Sichtweisen der Einsamkeit nennt, die negative Gefühle in positive verwandeln kann. Tatsächlich ist es eine Ehrenrettung des negativ besetzten Erlebens und es macht sogar Lust auf autarke Auszeiten und stillen Rückzug.

Zitate:

Die Sehnsucht ist das schönste Gefühl, das in der Einsamkeit gedeiht.

Nähe allein bedeutet noch nicht, dass eine Verbindung besteht.

In der Vorstellung der  meisten ist das Unglück alt, arm oder gebrechlich.

Besser alleine als schlecht liiert.

Lesen heißt einsam sein, ohne einsam zu sein.

Autonomie ist nur durch die Erfahrung von Einsamkeit möglich.

Fazit:

Wieder ein Buch in welchem ich sehr viel markiert habe. Schöne und wahre Sätze und Zitate. Ein Autor der versteht und erklärt, der selbst Erlebtes teilt und den Leser spiegeln lässt. Ein guter Ratgeber für Menschen, die sich – warum auch immer – einsam fühlen!

gelesen im September 2017

Sterne: 5/5

Erschienen als TB in 2017 // HC 2015

Verlagsgruppe Randomhouse btb Verlag

ISBN: 978-3442715350

 

Diese Ausgabe wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt – vielen lieben Dank dafür! Dies hat meine Meinung in keiner Art und Weise beeinflusst.

 

 

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