Die Morgenfinderin * Karen Pelak

„Du selbst bist deine Reise, wir alle sind es.“

Als sich die dreißigjährige Maja in das Flugzeug von München nach Vancouver setzt, versucht sie erst mal zu verstehen, was sie fühlt. Hinter ihr liegt eine Zeit, die ihr Leben komplett umgekrempelt hat. Eigentlich steckt sie noch mittendrin. Wie eine Kreissäge bahnt sich die Wahrheit immer wieder gnadenlos den Weg in ihren Kopf: Juli ist tot. Ihre geliebte Schwester, ihre engste Gefährtin und Verbündete.
Irgendwo auf dem Weg hat sich auch noch Frederik verabschiedet. Trotzdem kann und will Maja ihn nicht vergessen, zu sehr waren sie Teil voneinander gewesen. Und er? Es ist kompliziert.
Gibt es überhaupt Anfang und Ende? Maja sucht und sehnt sich danach, zu finden. Und zwar möglichst weit weg von zu Hause: in Kanada! Ein unvergesslicher Trip in ein neues Leben beginnt.
Ein Obdachloser schenkt Maja einen unerwarteten Wegweiser, ein unverschämt attraktiver und unberechenbarer Mittzwanziger zieht sie in seinen Bann und auf einer Farm verbindet sie sich mit einem authentischen Leben fernab der Zivilisation. Bis ihr eines Tages Juli einen Besuch abstattet… (Klappentext)

Dieser wunderbare Roman erreichte mich direkt von der Autorin. Auf Instagram kennen wir uns schon lange und nun kenne ich auch endlich ihr Buch. Es ist ihr Erstlingswerk und ich bin immer sehr gespannt auf Debütromane.

Gleich zu Beginn nimmt die Autorin den Leser an die Hand auf Majas Reise und führt ihn auf 350 Seiten durch ein spannendes Land und inneren Dialogen voller Selbstreflexion und unendlich vielen Fragen. Ich hatte teilweise den Eindruck ich würde direkt neben Maja gehen und durch ihre Augen sah ich die Schönheit von Kanada und mitten ins Herz ihrer Begegnungen. Die bildliche Sprache hat mich wirklich sehr beeindruckt. Gedanken voller Sehnsucht und Philosophie und die Dialoge tiefgründig und witzig.

„Welten in Welten, mein Gott! Nichts versteckte sich vor mir. … Ich schwebte, hoch in die Wipfel, damn wieder tief hinab, bis dicht unter die Oberfläche des Erdbodens. In meiner Brust glühte es. Noch nie hatte ich solche Grenzenlosigkeit verspürt!“       S. 308

Ich habe wieder viel markiert – ein untrügliches Zeichen, dass ich so viele schöne Stellen gefunden habe, die es wert sind immer mal wieder zu lesen und darin zu versinken.

„Wir bleiben nicht. Nichts, was wir haben, bleibt.“ S. 242

Der Schreibstil der Autorin und ihre Protagonistin haben es geschafft, dass ich ab und zu mal das Buch an mein Herz drückte und über die Worte und Gedanken nachdachte. Es hat einiges bewirkt beim Lesen und ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen!

Vielen lieben Dank für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinen Einfluss auf meine Meinung!

//ws-eu.amazon-adsystem.com/widgets/q?ServiceVersion=20070822&OneJS=1&Operation=GetAdHtml&MarketPlace=DE&source=ss&ref=as_ss_li_til&ad_type=product_link&tracking_id=100geschichte-21&language=de_DE&marketplace=amazon&region=DE&placement=3744885429&asins=3744885429&linkId=cf77fe8acead8517445ee408010fe657&show_border=true&link_opens_in_new_window=true