Als Hemingway mich liebte * Naomi Wood

Am meisten liebte er den Herbst

Im Sommer 1926 fahren Hemingway und seine Frau Hadley von Paris in ihr Haus in Südfrankreich. Sie verbringen ihre Tage mit Schwimmen, Bridge, Drinks und Hadleys bester Freundin Pauline. Dass sie zugleich Hemingways Geliebte ist, scheint Mrs. Hemingway Nr. 1 in Kauf zu nehmen – vorerst. Bald ist klar: Weder sie noch Pauline wird die letzte Ehefrau sein. Klappentext

Werbung da Rezensionsexemplar, angefordert beim Hoffmann und Campe Verlag

Basierend auf Briefen und anderen authentischen Quellen beschwört Naomi Wood nicht nur die immer wieder scheiternden Ehen des Schriftstellers herauf, sondern auch die Atmosphäre in den Kreisen der Bohème jener Zeit. Eine tragische, herzzerreißende, großartig erzählte Geschichte über das Scheitern vierer Frauen an einem charismatischen Mann und erfolgreichen Schriftsteller.

Die meisten meiner treuen Blogleser und Instagram Follower wissen, dass ich ein absoluter Ernest Hemingway Fan bin. Und ob diese Liebe nun hauptsächlich darin begründet liegt, dass wir zwei am selben Tag Geburtstag haben oder weil ich mich aus vielen anderen Gründen mit ihm verbunden fühle, kann ich nicht so genau sagen. Es sind noch nicht einmal seine literarischen Werke, die mich so sehr faszinieren, es ist mehr die Person Hemingway an sich.

Juli ist bei mir Hemingway Monat. Ich lese ihn nicht nur, sondern bin in Gedanken sehr oft bei ihm. Wahrscheinlich liegt das auch an der Vorfreude auf meinen eigenen Geburtstag.

Und ein Buch was mich wieder ein Stück näher an meine literarische große Liebe näher gebracht hat, ist ebendieses Buch von Naomi Wood.

In ALS HEMINGWAY MICH LIEBTE taucht man als Leser in die Rollen der vier Ehefrauen ein und begibt sich auf eine Zeitreise seiner Anfänge in den 20er Jahren, über den Krieg in Europa bis hin zur Finca auf Kuba. Mit seinen Ehefrauen und Geliebten war ich jeweils bei den ersten Kennenlernen dabei. Ich war in Paris, an der Côte d´Azur und in Havanna. Wo bitte kann es schöner auf Erden sein?

Naomi Woods beschreibt in diesem fiktiven Roman der auf biografische Fakten Hemingways beruht, sein ganzes Leben ungeschönt und realistisch aus Sicht der Frauen an seiner Seite.

Hadley, Fife, Martha und Mary – jede Frau hat einen anderen Ernest geliebt und Wood beschreibt so schön aus der Perspektive jeder Einzelnen der großartigen Damen. Über die Übergänge von einer Ehefrau zur nächsten konnte ich nur lächelnd den Kopf schütteln. So ein hedonistischer Hallodri und doch kann man ihm nicht böse sein. Wie keiner seiner Geliebten später Ehefrauen.

„Du liebst immer zu Beginn, wenn es am einfachsten ist zu lieben. Und wenn du weiter so durchs Leben gehst, wirst du nie über den Anfang hinauskommen.“

Hadley – Hash: „Andere erkennen hinter dieser Fassade sein unbeständiges Wesen – mal sanftmütig, mal unbeherrscht.“

Pauline – Fife: „Zum Teufel mit meinem Seelenheil – ER ist meine Seele!“

Martha: „Es sieht so aus, als wäre er ein Mann, der das Alleinsein einfach nicht erträgt.“

Mary: „Ernest hatte man nie ganz für sich allein… Entscheidend war, dass man sich davon nicht das Herz schwer machen ließ.“

Alle haben sich stets glücklich geschätzt, die Auserwählte zu sein, die sich Mrs. Hemingway nennen durfte.

Der 360 Seiten lange Roman liest sich wie eine lange Reise – aufwühlend, heiter und traurig, einsam und voller Leben. 

Für alle Hemingway Fans ein absolutes Muss!

Dieses Buch habe ich mir als Rezi Exemplar angefordert und kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank an den Atlantik Verlag!

Dies hatte keinerlei Einfluss auf meine Meinung.

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ISBN: 978-3455000443

Taschenbuch erschienen März 2017 im Atlantik Verlag // Hoffmann und Campe

12€ Taschenbuch / 9,99€ ebook

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